Neurologische Rehabilitation

 „Nichts ist mehr wie es vorher war“: nicht mehr gehen können wie vorher, die Hand nicht mehr einsetzen können wie bisher, nicht mehr richtig sprechen, sich nicht mehr erinnern können, selbst Freude und Leid nicht mehr wie ehemals empfinden können – dies sind nur wenige Beispiele für Veränderungen, die das Leben und die Lebensplanung der Menschen wie auch ihrer Angehörigen oftmals dramatisch verändern.

Ziel der neurologischen Rehabilitationsbehandlung ist es, den betroffenen Personen möglichst wieder die Rückkehr in ihr bisheriges soziales und ggf. auch berufliches Umfeld zu ermöglichen.

Dies kann einerseits durch Verbesserung körperlicher Funktionen erreicht werden, andererseits auch durch Erlernen von Strategien, wie man mit körperlichen Einschränkungen besser zurechtkommen kann. Dazu gehört ggf. auch das Erlernen des Umganges mit geeigneten Hilfsmitteln.

 

Phasen der neurologischen Rehabilitation
(Quelle: Kompetenz Schlaganfall / Rehabilitation; www.kompetenznetz-schlaganfall.de)

 

Phase A – Akutbehandlung

intensivmedizinische neurologische Behandlung

Phase B – Früh-REHA  

für Patienten mit schwersten neurologischen Krankheitsbildern, die überwiegend bettlägerig sind, auch Patienten mit gestörter Bewusstseinslage. Ziel ist hier insbesondere die Kontaktaufnahme mit der Umwelt sowie die Förderung basaler, sensorischer und motorischer Funktionen.

Phase C – weiterführende REHA

für Patienten, die zumindest sitzmobilisiert sind und keiner intensivmedizinischen Überwachung mehr bedürfen. Ziel ist hier insbesondere die Selbständigkeit bei den basalen Aktivitäten des täglichen Lebens (z.B. Körperpflege, Anziehen, Nahrungsaufnahme).

Phase Dmedizinische REHA bzw. Anschlussheilbehandlung (AHB)

für Patienten, die zumindest bei Benutzung von Hilfsmitteln bereits wieder bei den basalen Verrichtungen des täglichen Lebens selbständig geworden sind. Ziel ist hier das Erreichen von Alltagskompetenz in solchem Maße, dass eine weitgehend selbständige Lebensführung bzw. die Wiederaufnahme einer Erwerbstätigkeit wieder möglich wird.

Phase E – Nachgehende und berufliche Rehabilitation

schafft einen möglichen Übergang von der medizinischen Rehabilitation zurück in die Erwerbsfähigkeit. Sie enthält insbesondere Leistungen sowie begleitende Hilfen zur nachhaltigen Sicherung des Erfolges der medizinischen Rehabilitation. Schwerpunkt der Leistungen in der Phase E ist die Sicherung der Teilhabe am Arbeitsleben.

Phase F – Aktivierende Rehabilitation

bisherige Behandlungsfolge werden stabilisiert und soziale und häusliche Wiedereingliederung unterstützt. Es erfolgen weiterhin unterstützende Maßnahmen.

Phase G – betreutes und begleitendes Wohnen

Durch ein Therapie-, Beratungs-, Betreuungs- und Pflegeangebot soll nach erfolgter Rehabilitation unter dem Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“ geholfen werden, zu selbstbestimmtem Leben zurückzufinden.

Laut Statistik werden 70 % nach erfolgter REHA nach Hause oder in ein Pflegeheim entlassen und dort gepflegt und versorgt.

Phoenix Freising e.V. unterstützt mit seinen Angeboten unter anderem die soziale und häusliche Wiedereingliederung.

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